Kündigung

Annahmeverzugslohn

Was gilt für den Streitfall über die Wirksamkeit eines Aufhebungsvertrages?
Was gilt für den Fall einer Freistellung?
Unter welchen Umständen kann der Arbeitgeber Kürzungen vornehmen oder sogar den
     Annahmeverzugslohn verweigern?
Muss sich ein betroffener Arbeitnehmer bewerben, um das Annahmeverzugslohnrisiko des
     Arbeitgebers aufrecht zu erhalten?
Muss der Arbeitnehmer nach Ausspruch einer Kündigung die Vermittlung durch die Agentur
     für Arbeit in Anspruch nehmen?
Was gilt in Fällen, in denen eine leistungsorientierte Vergütung geschuldet ist?
     Wie sieht es mit Zulagen, üblicher Mehrarbeit und Gratifikationen aus?

Was ist anrechnungsfähig?

Der/Die Arbeitnehmer/in muss sich allerdings auf den Annahmeverzugslohn das anrechnen lassen, was er/sie während der Zeit, in der er/sie normalerweise ohne den Annahmeverzug für den Arbeitgeber gearbeitet hätte, woanders verdient. Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts ist dabei der Zeitraum des Annahmeverzugs insgesamt zu bewerten. Es kommt also z.B. nicht darauf an, ob der/die Arbeitnehmer/in die in den Anfangsmonaten weniger und in den Monaten zum Ende hin mehr verdient hat. Vielmehr ist der Gesamtsumme des Annahmeverzugslohns gegenüberzustellen, was der Arbeitnehmer während des gesamten Zeitraums anderweitig erworben hat (BAG, Urteil vom 22.11.2005 - 1 AZR 407/04).

Nebenverdienste, die bereits während der Erbringung der vertraglichen Arbeitsleistung erzielt wurden, bleiben außer Acht.