Kündigung

Kündigungsschutz

Wer steht unter Sonderkündigungsschutz?


Unter welchen Umständen ist das Kündigungsschutzgesetz (KSchG) anwendbar?

Kündigungen unterfallen dem Schutz des Kündigungsschutzgesetzes, wenn das Arbeitsverhältnis nach

§ 1 KschG länger als sechs Monate bestanden hat (persönlicher Anwendungsbereich)

und die Zahlenstärke des Betriebs gemäß

§ 23 KSchG, regelmäßig mehr als zehn Arbeitnehmer (sachlicher Anwendungsbereich),

erreicht hat.

Die wichtigste Beschränkung des Kündigungsschutzgesetzes liegt darin, dass eine Kündigung nicht ohne Grund erfolgen kann. Nach § 1 Abs. 2 Satz 1 KSchG muss ein Grund vorliegen,

-    in der Person des Arbeitnehmers
-    oder in dem Verhalten des Arbeitnehmers
-    oder bei Vorliegen dringender betrieblicher Erfordernisse, die einer Weiterbeschäftigung des
     Arbeitnehmers in diesem Betrieb entgegenstehen.

Die Kündigung ist auch dann unwirksam, wenn der Arbeitnehmer an einem anderen Arbeitsplatz in demselben Betrieb oder einem anderen Betrieb des Unternehmens weiter beschäftigt werden kann.
Dies gilt auch, wenn die Weiterbeschäftigung des Arbeitnehmers erst nach zumutbaren Umschulungs- oder Fortbildungsmaßnahmen möglich ist oder eine Weiterbeschäftigung des Arbeitnehmers unter geänderten Arbeitsbedingungen möglich ist und der Arbeitnehmer sein Einverständnis hiermit erklärt hat.