Urlaub

Geschichte des Bildungsurlaubsgesetzes

Seit 1970 gibt es für die Berliner Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Bildungsurlaub, zunächst für die jüngeren Arbeitnehmer bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres.

1976 wurde die Altersgrenze auf 25 Jahre heraufgesetzt.

Seit 1990 haben  - unter einer neuen Bezeichnung: „Berliner Bildungsurlaubsgesetz“ -  nunmehr alle Berliner Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Auszubildende, unabhängig vom Alter, einen Rechtsanspruch auf bezahlte Freistellung von der Arbeit für Bildungszwecke. Sie können innerhalb eines Zeitraums von zwei aufeinander folgenden Kalenderjahren 10 Arbeitstag frei bekommen. Die jüngeren, bis zu 25-jährigen haben pro Kalenderjahr 10 Arbeitstage bezahlten Freistellungsanspruch.

Seit einigen Jahren wird das Recht auf Bildungsurlaub weniger geltend gemacht, obwohl allgemein anerkannt ist, dass lebenslanges Lernen heute als Schlüssel für ein erfolgreiches Berufsleben unumgänglicher ist denn je zuvor.

Betriebsräte können zunehmend im von Arbeitsstress und Befürchtungen geprägten Arbeitsalltag einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass der gesetzliche Anspruch auf Bildungsurlaub wieder in stärkerem Maße von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmerin in Anspruch genommen wird.
Einzelheiten können der Seite der Senatsverwaltung  - Bereich Arbeit -  entnommen werden.

... zum Berliner Bildungsurlaubsgesetz


Auch das Brandenburgische Weiterbildungsgesetz sieht einen Anspruch von 10 Arbeitstagen innerhalb eines Zeitraums von zwei Kalenderjahren vor.

Lediglich in Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen und Thüringen gibt es keine Bildungsfreistellungsgesetze. Ansonsten sehen alle Landesgesetze entsprechende Bildungsurlaubsansprüche vor.

Eine aktuelle Liste der angebotenen und vom Senat anerkannten Bildungsveranstaltungen ist auf der genannten Website der Senatsverwaltung herunterzuladen.

Bearbeiter: Thomas Berger

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