Urlaub

A. Rechte der Arbeitnehmer

5. Zwischen welchen Arten des Urlaubs ist zu unterscheiden?

Das Arbeitsrecht kennt verschiedene Urlaubsformen:

Bildungsurlaub, der der Fortbildung der Arbeitnehmer dient und landesrechtlich in den entsprechenden Landesgesetzen geregelt ist.
In Berlin ist dies das Berliner Bildungsurlaubsgesetz.   

Fortbildungsansprüche für Betriebsratsmitglieder werden manchmal auch fälschlicherweise als Bildungsurlaub für Betriebsratsmitglieder bezeichnet. Der Schulungsanspruch ist in § 37 Abs. 7 BetrVG geregelt und streng von den erforderlichen Schulungen nach § 37 Abs.6 BetrVG zu trennen.

Erholungsurlaub nach dem Bundesurlaubsgesetz, ggf. für Schwerbehinderte und Jugendliche längeren Erholungsurlaub durch Sonderregelungen.
Tarifverträge und Arbeitsverträge enthalten oft für die Arbeitnehmer günstigere Regelungen als das Gesetz (Günstigkeitsprinzip).

„Sonderurlaub", richtigerweise Arbeitsbefreiung aus persönlichen Gründen gem. § 616 BGB oder entsprechender tarifvertraglicher oder arbeitsvertraglicher Regelungen.

Teilurlaub, nach § 5 Abs. 1 a) und b) BUrlG erwirbt der Arbeitnehmer Anspruch auf echten Teilurlaub, wenn er wegen nicht erfüllter Wartezeit keinen vollen Urlaubsanspruch erwirbt oder vor erfüllter Wartezeit aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet.

Unbezahlter Urlaub (manchmal auch als „Sonderurlaub“ bezeichnet)

Elternzeit (früher: Erziehungsurlaub)

Mutterschutzurlaub (Urlaub im zeitlichen Zusammenhang mit der Entbindung)

Pflegeurlaub, um Familienmitglieder oder nahe Verwandte im Krankheits- oder Pflegefall zu betreuen, in Deutschland bisher ohne gesetzliche Grundlage

Zusatzurlaub für bestimmte Erschwernisse der Arbeit, wie z.B. ständige Wechselschicht oder Schichtarbeiten oder vergleichbar erschwerte Arbeitszeiten oder sonstige Erschwernisse bei der Arbeit.

Urlaub im TVöD

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