Urlaub

Mindestdauer des Urlaubs nach BUrlG

Nach § 3 BUrlG beträgt der Urlaub jährlich mindestens 24 Werktage, wobei mit "Werktagen" alle Kalendertage gemeint sind, die nicht Sonn- oder gesetzliche Feiertage sind. Der Gesetzgeber geht somit von einer 6-Tage-Woche aus.

Erholungsurlaub ist Anspruch auf Arbeitsbefreiung unter Fortzahlung der Vergütung. Eine solche Arbeitsbefreiung macht selbstverständlich nur Sinn für Tage, an denen überhaupt Arbeitspflicht besteht. Da viele Arbeitnehmer nicht an sechs Wochentagen Arbeitsverpflichtungen haben, sondern nur an fünf Arbeitstagen, beträgt der Anspruch bei einer 5-Tage-Woche 20 Arbeitstage.

Auch Teilzeitarbeitnehmer, die in einer 5-Tage-Woche arbeiten, haben den gleichen gesetzlichen Mindestanspruch auf mindestens 20 Arbeitstage Arbeitsbefreiung unter Fortzahlung der Vergütung.

Umgekehrt hat ein Vollzeitmitarbeiter, dessen Arbeitsverhältnis in einem 4-Tage-Schichtmodell durchgeführt wird, Anspruch auf 16 Tage Urlaub, was im Ergebnis ihm ebenfalls einen Anspruch auf vier Wochen Urlaub gibt.

Besondere Probleme ergeben sich bei flexiblen Arbeitszeitmodellen, vor allem dann, wenn im Vorhinein nicht feststeht, an wie vielen Arbeitstagen der Arbeitnehmer im Jahr beschäftigt ist. Rechnungsfaktor und Bezugsgröße für die Bestimmung und Berechnung des Urlaubsanspruchs ist die Zeiteinheit Tag und nicht etwa Stunden.


zuletzt bearbeitet: 2008/Rechtsanwalt Thomas Berger (Fachanwalt für Arbeitsrecht)


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