Nettolohnvereinbarung

Arbeitgeber schulden den Arbeitnehmern grundsätzlich Bruttolohn, von dem abzüglich der Steuer und Sozialversicherungsabgaben usw. sich der Nettolohn ergibt.

Es kann aber auch eine Nettolohnvereinbarung getroffen werden, was rechtlich zulässig ist. Das bedeutet dann, dass der Arbeitgeber auch die vom Arbeitnehmer zu zahlenden Anteile von Lohnsteuer und Sozialversicherung übernimmt. Hierbei muss zur Ermittlung der Abzugsbeträge der Bruttolohn errechnet werden, der dann auch „offiziell“ anzugeben ist (z.B. bei der Steuererklärung Arbeitnehmer, anderen Formularen etc.)

Daraus ergibt sich, dass die Nettolohnvereinbarung nur arbeitsrechtlich zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer gilt und nicht anderen gegenüber.
Dadurch ergibt sich auch, dass Gesetzesänderungen und Beitragsänderungen nur auf den hochgerechneten Bruttolohn bezogen werden. Erhöhungen und Absenkungen bei den Beiträgen wirken sich NUR auf den Arbeitgeber aus, weil ein fester Nettolohn vereinbart ist, der dem Arbeitnehmer zu zahlen ist.


Rechtsprechung des BAG zum Thema Schwarzgeldabrede und Nettolohnvereinbarung finden Sie hier.

Zuletzt bearbeitet: 08.08.2011 / Susanne Biste

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