Sozialauswahl

Hat der Arbeitgeber einen Wertungsspielraum?

Die vier Kriterien der Sozialauswahl sind gleichbedeutend.

Der Arbeitgeber hat bei der Gewichtung der Sozialkriterien jedoch einen gewissen Wertungsspielraum. Die Auswahlentscheidung muss nur vertretbar sein.

Grob fehlerhaft i. S. des § 1 V 2 KSchG ist eine soziale Auswahl nur, wenn ein evidenter, ins Auge springender schwerer Fehler vorliegt und der Interessenausgleich jede Ausgewogenheit vermissen lässt. Der Arbeitgeber genügt seiner Pflicht, die gesetzlichen Kriterien ausreichend bzw. nicht grob fehlerhaft (§ 1V 2 KSchG) zu berücksichtigen bereits dann, wenn das Auswahlergebnis objektiv ausreichend bzw. nicht grob fehlerhaft ist. (BAG Urteil vom 17.01.2008 - 2 AZR 405/06)

Die Sozialauswahl gehört zu den Hürden, an denen eine betriebsbedingte Kündigung am ehesten scheitert.



zuletzt bearbeitet: 11.01.2010/Susanne Biste

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