sachgrundlose Befristung

Grundsätzliche Verlängerung der Dauer

Nach § 14 Abs. 2 TzBfG kann das zeitlich befristet abgeschlossene Arbeitsverhältnis insgesamt binnen dieser zwei Jahre dreimal verlängert werden.

(Eine Abweichung davon kann tarifvertraglich geregelt sein - Höchstdauer der Befristung sowie Anzahl der Verlängerungen können anders sein.)

Wichtig ist, dass die Verlängerung des Arbeitsverhältnisses noch vor Ablauf des Befristungsendes erfolgt - und zwar schriftlich.

Es darf ebenso kein Tag (bzw. auch nur Wochenende) ohne Arbeitsverhältnis dazwischen liegen. Sollte dies doch der Fall sein, handelt es sich nicht mehr um eine Verlängerung des befristeten Arbeitsverhältnisses.
Mit auch nur einer geringfügigen Unterbrechung wird hier ein neuer Vertrag geschlossen und nicht der vorher bestehende befristete Vertrag verlängert.

Was ist die Folge? Wird hier ein neuer ebenso befristeter Vertrag geschlossen?

Geregelt ist dies in § 14 Abs. 2 Satz 2 TzBfG:

"Eine Befristung nach Satz 1 ist nicht zulässig, wenn mit demselben Arbeitgeber bereits zuvor ein befristetes oder unbefristetes Arbeitsverhältnis bestanden hat."

Da in o.g. Fall das befristete Arbeitsverhältnis durch eine Zeitunterbrechnung beendet wurde, konnte die versuchte "Verlängerung" keine solche sein. Statt dessen wurde ein neues Arbeitsverhältnis abgeschlossen.

Eine Befristung war hier nicht möglich, wie die gesetzliche Regelung aussagt, da kurz vorher bereits ein befristetes Arbeitsverhältnis bestanden hat.


 

zuletzt bearbeitet: 07.07.2011 / Susanne Biste

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