Sachgrundbefristung

Kettenbefristung

Kettenbefristungen sind mehrfache Vereinbarungen der Weiterbefristung des bestehenden befristeten Arbeitsverhältnisses.

Im "normalen" zeitlich befristeten Arbeitsvertrages (§ 14 Abs. 2 TzBfG) sind die Anzahl der Befristungen auf dreimal binnen der zwei Jahre vorgegeben.

Bei einer Befristung mit Sachgrund besteht grundsätzlich keine zeitliche Beschränkung, sondern die des Vorliegens des Sachgrundes.

Wird eine Sachgrundbefristung mehrfach hintereinander verlängert, spricht man auch von einer Kettenbefristung.

Auf Grund solcher Befristungen kann es möglich sein, dass es sich nicht mehr um "nur" eine befristete Stelle, sondern längst um ein unbefristetes Arbeitsverhältnis handelt.

Um dies zu überprüfen, ist jedoch nur der Sachgrund der zuletzt vereinbarten Befristung zu prüfen. Die vorherigen spielen nämlich keine Rolle hinsichtlich der Rechtmäßigkeit der Befristung.

Sollte bei dieser Prüfung des Sachgrundes der zuletzt erfolgten Befristung ein Fehler festgestellt werden, besteht ein unbefristetes Arbeitsverhältnis.


Sollte es zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer mehrfach hintereinander Sachgrundbefristungen gegeben haben, ist die Chance gegeben, dass es sich bereits um ein unbefristetes Arbeitsverhältnis handelt.

Dies bereits aus dem Grund, weil eine mehrjährige Befristung mit Sachgründen dafür spricht, dass der Arbeitsbedarf bereits dauerhaft vorliegt.

Die dadurch entstehenden unzulässigen Befristungen führen jedoch auf keinen Fall zu einem unwirksamen Arbeitsverhältnis, sondern nur zum Wegfall der Befristung und Entstehen eines unbefristeten Arbeitsverhältnisses.
(§ 16 TzBfG - Folgen unwirksamer Befristung)

 

zuletzt bearbeitet: 06.07.2011 / Susanne Biste

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