Kündigung

Abfindungsanspruch

Arbeitnehmer haben im Fall der Kündigung keinen gesetzlichen Abfindungsanspruch. Dies gilt sogar bei Kündigungen, die Sie selbst nicht zu verantworten haben, wie krankheitsbedingte Kündigungen oder betriebsbedingte Kündigungen.

Der Gesetzgeber hat im § 1a KSchG lediglich die Möglichkeit festgeschrieben, dass der Arbeitgeber bei betriebsbedingten Gründen eine Abfindung - regelmäßig ein halbes Bruttomonatsentgelt pro Beschäftigungsjahr - dem Arbeitnehmer anbieten kann.

Die Überschrift des § 1a KschG „Abfindungsanspruch bei betriebsbedingter Kündigung“ verspricht somit etwas, das nicht existiert, und führt somit zu einer Täuschung vieler Arbeitnehmer, die denken, dass sie bereits kraft Gesetzes ohne weiteres einen Abfindungsanspruch haben. Der Anspruch muss, wenn der Arbeitgeber von sich aus keine Abfindung anbietet, erst in Kündigungsschutzprozessen erstritten werden.

Ein Arbeitnehmer hat nur dann einen zwingenden Anspruch auf eine Abfindung, wenn der Betriebsrat oder/und die Gewerkschaft einen Sozialplan mit dem Arbeitgeber für die Arbeitnehmer ausgehandelt haben. Dies ist regelmäßig bei Betriebsänderungen der Fall.



zuletzt bearbeitet: Rechtsanwalt Thomas Berger (Fachanwalt für Arbeitsrecht)


Beratung

Rechtsanwalt Thomas Berger berät Sie gerne zu Ihrem persönlichen Fall. Die Beratung ist kostenpflichtig.

Sie können aber kostenlos und unverbindlich Kontakt mit uns aufnehmen. Wir
informieren Sie gerne vorab über die Höhe der zu erwartenden Kosten.

Berger Groß Höhmann & Partner Rechtsanwälte
Danziger Str. 56 / Ecke Kollwitzstraße
10435 Berlin / Prenzlauer Berg

Rechtsanwalt Thomas Berger, Fachanwalt für Arbeitsrecht
Telefon: 030 / 440 330 - 26
Telefax: 030 / 440 330 - 22
E-Mail: berger(at)bghp.de

Bürozeiten:
Mo.-Fr.: 9 Uhr bis 13 Uhr und 14 Uhr bis 18 Uhr

RSS abonieren Drucken Per Email empfehlen