Wie soll man gegen eine Abmahnung vorgehen?

Welche Reaktionsmöglichkeiten gibt es?

Der Arbeitnehmer hat einen Anspruch gegen den Arbeitgeber, dass dieser die Abmahnung zurücknimmt und aus der Personalakte entfernt, wenn die Abmahnung rechtswidrig ist.
Im Gerichtsprozess hat der Arbeitgeber darzulegen und zu beweisen, dass die gegen den Arbeitnehmer erhobenen Vorwürfe einen Arbeitsvertragsverstoß darstellen und tatsächlich stimmen. Hierzu mehr unter offensivem Vorgehen.

Unabhängig davon, ob die Abmahnung rechtswidrig ist oder nicht, hat der Arbeitnehmer in jedem Fall Anspruch darauf, dass seine Gegendarstellung zur Personalakte gefügt wird.

In jedem Fall sollte der Arbeitnehmer über den Vorfall ein eigenes Gedächtnisprotokoll anlegen und Beweise (insbesondere Zeugen) für die eigene Darstellung sichern. Nur so kann er den Abmahnungsvorwürfen  – sollten sie später gegen ihn außergerichtlich oder gerichtlich verwandt werden –  effektiv entgegentreten.

Welche Schritte man gegen die Abmahnung unternimmt, sollte gut überlegt und möglichst mit einem Rechtsanwalt abgestimmt werden.
Dabei spielen nicht nur rechtliche sondern vor allem auch taktische Überlegungen eine Rolle.
Nicht immer ist es beispielsweise klug, gegen eine rechtswidrige Abmahnung sofort mit allen rechtlichen Mitteln vorzugehen. Hierzu mehr unter abwartendem Vorgehen.


Bearbeiter: Uwe Nawrot

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