Arbeits- und Gesundheitsschutz

6.    Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG)

Was ist der Unterschied zwischen „Gefahr“ und „Gefährdung“?

Unter einer Gefahr ist im Bereich des Arbeitsschutzes eine Sachlage zu verstehen, die bei ungehindertem Ablauf des objektiv zu erwartenden Geschehens zu einem Schaden führt.

Dem Schadenseintritt muss eine hinreichende Wahrscheinlichkeit zugrunde liegen. Welcher Grad der Wahrscheinlichkeit ausreicht, ist unter Beachtung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes nach der Art der betroffenen Rechtsgüter zu bestimmen.

Im Arbeitsschutz, bei dem es um Leben und Gesundheit der Arbeitnehmer geht, genügt ein geringeres Maß an Wahrscheinlichkeit als bei einer Gefahr für Sachgüter (BAG, Urteil vom 12.08.2008 - 9 AZR 1117/06  unter Hinweis auf BT-Drucks. 13/3540 S. 16; Kollmer/Kreizberg § 5 Rn. 30).

Eine Gefährdung im Sinne des Arbeitsschutzgesetzes tritt dagegen schon früher ein.
Der Begriff der Gefährdung bezeichnet im Unterschied zur Gefahr die Möglichkeit eines Schadens oder einer gesundheitlichen Beeinträchtigung ohne bestimmte Anforderungen an ihr Ausmaß oder ihre Eintrittswahrscheinlichkeit (BAG, Urteil vom 12.08.2008 - 9 AZR 1117/06  unter Hinweis auf BT-Drucks. 13/3540 S. 16; Kollmer/Kreizberg § 5 Rn. 31).


zuletzt bearbeitet: 22.01.2010/Rechtsanwalt Thomas Berger (Fachanwalt für Arbeitsrecht)


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