Arbeits- und Gesundheitsschutz

6.    Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG)

Welche Maßnahmen zur Verhütung arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren gibt es?

Dieser Begriff stellt eine Erweiterung des Arbeitsschutzrechts gegenüber dem Unfallversicherungs- und im klassischen Arbeitsschutzrecht dar.

Die Beschränkung auf die reine Verhütung von Berufskrankheiten im Sinne von § 9 SGB VII wird hier aufgehoben. Durch diese Erweiterung wird z.B. auch die Bildschirmarbeit erfasst, obwohl nach klassischer Terminologie weder Arbeitsunfälle noch bekannte Berufskrankheiten in größerer Zahl drohten. Dass durch Bildschirmarbeit arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren entstehen können, dürfte anerkannt sein und wird nunmehr mit erfasst.

Von arbeitsbedingten Erkrankungen ist nach einer Begriffsbestimmung des BMA von 1993 dann auszugehen, wenn sie durch Arbeitseinflüsse verursacht oder mit verursacht bzw. in ihrem Verlauf ungünstig beeinflusst und verschlimmert worden sind.

Einer Anerkennung arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren steht nicht entgegen, dass diese Gefahren auch durch Einflüsse aus der Umwelt oder durch die persönliche Konstitution oder Situation des Beschäftigten selbst mit beeinflusst wird.

Durch diese Offenheit der Arbeitsbedingtheit sollen auch komplexe, durch vielfältige Faktoren erfasste Kausalverläufe erfasst werden.

Zu den Ursachen arbeitsbedingter Erkrankungen gehören danach nicht nur die körperliche Schwere oder ungünstige klimatische Verhältnisse bei der Arbeit, sondern auch psychische Belastungen, Zeitdruck, Monotonie oder ungünstige Schicht- und Nachtarbeitszeiten.

zuletzt bearbeitet: 16.02.2010/Rechtsanwalt Thomas Berger (Fachanwalt für Arbeitsrecht)


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